Anne Leucht

Das Rechenzentrum der Universit?t bietet allerhand technische M?glichkeiten für Onlineformate in der Lehre. Anne Leucht, Professorin für Mathematik in den Wirtschaftswissenschaften, zeigt einem Tutor unter Einhaltung der Schutz- und Hygienma?nahmen, wie sich Videokonferenzdienste optimal in der Lehre nutzen lassen.

Martin Messingschlager

Auch Martin Messingschlager vom Lehrstuhl für Statistik und ?konometrie ist einer von vielen Lehrenden an der Universit?t Bamberg, die sich in den letzten Wochen intensiv damit auseinandersetzten, wie sich Veranstaltungsformate digital übersetzen lassen.

Christof Rolker

An L?sungen arbeitet ebenfalls der Professor für Historische Grundwissenschaften Christof Rolker: Hier testet er gerade sein Headset.

Frithjof Grell

Auch wenn der Semesterstart alles andere als gew?hnlich ist: Frithjof Grell, Vizepr?sident Lehre und Studierende, versichert: ?Wir setzen alles daran, dass unseren Studierenden durch die Corona-Krise keine Nachteile entstehen.“ Sein besonderer Dank geht in diesen Zeiten an alle Lehrenden.

- Tanja Eisenach

Was Notbetrieb und Infektionsschutzma?nahmen-Verordnung für die Lehre bedeuten

Universit?tsleitung und Wissenschaftler berichten von Herausforderungen, Erfahrungen und L?sungen

Alle Universit?tsgeb?ude sind geschlossen, der Publikumsverkehr ist in allen Einrichtungen eingestellt. Auch ein Blick in die leeren Mensen, Cafeterien oder Bibliotheken zeigt: Das Coronavirus hat den universit?ren Alltag fest im Griff. Am 20. April beginnt mitten im Notbetrieb die Vorlesungszeit, auf die sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Universit?t Bamberg in den vergangenen Wochen besonders intensiv vorbereitet haben.

Alle F?cher bieten ihren Studierenden umfassende Online- und Unterstützungsangebote. ?Wir setzen alles daran, dass unseren Studierenden durch die Corona-Krise keine Nachteile entstehen“, sagt Prof. Dr. Frithjof Grell, Vizepr?sident Lehre und Studierende. ?Das hei?t, dass sie Bedingungen für ein regul?res Studium vorfinden. Dies betrifft zum Beispiel die Durchführung von Lehrveranstaltungen oder die Versorgung mit dringend ben?tigter Literatur.“ Vor diesem Hintergrund, so Grell weiter, sei der Vorlesungsbeginn geglückt. ?Mir ist keine Lehrveranstaltung bekannt, die aufgrund der aktuellen Situation ausfallen musste. Vielen Dank an alle Dozentinnen und Dozenten für dieses gro?artige Engagement!“

Eine Pr?senzveranstaltung in ein Online-Format umzuwandeln, ist konzeptionell sehr aufw?ndig.

Diese positive Bilanz zu erzielen, war für alle Lehrenden ein Kraftakt. Denn der radikale Wechsel von Pr?senz- auf Online-Lehre ist alles andere als einfach. ?Wir mussten uns zun?chst einmal überlegen, wie sich unsere Veranstaltungsformate überhaupt digital übersetzen lassen“, sagt Prof. Dr. Martin Messingschlager vom Lehrstuhl für Statistik und ?konometrie. ?Und uns dann mit den verschiedenen Softwareangeboten, die das Rechenzentrum zur Verfügung stellt, auseinandersetzen, um das im Einzelfall passende zu finden.“

Dr. Christof Rolker, Professor für Historische Grundwissenschaften, kennt das Problem. Er hat bereits Erfahrung mit Online-Lehre gesammelt und wei? deshalb: ?Es ist ein gro?er Unterschied, ob man von Anfang an eine Lehrveranstaltung digital anlegt oder ob man, wie derzeit erforderlich, eine bereits bestehende Pr?senzveranstaltung in ein Online-Format umwandeln muss.“ Denn das sei in der Regel nicht 1:1 m?glich und bedeute daher einen erheblichen Mehraufwand.

Die Wirkung einiger Online-Formate muss erst erprobt werden.

Bei Vorlesungen ist zum Beispiel der Frontalunterricht über 1,5 Stunden – so lange dauert eine Lehrveranstaltung in der Regel – eine Herausforderung. Sich so lange in einem Online-Kurs zu konzentrieren und den Inhalten bis zum Schluss aufmerksam zu folgen, ist sehr anstrengend für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Martin Messingschlager hat deshalb jeden Termin seiner Methoden-Vorlesung in drei Einheiten zu jeweils 30 Minuten untergliedert. Um die Einheiten abzurunden, musste er sein Skript entsprechend anpassen und umschreiben.

Christof Rolker überlegt unterdessen noch, wie er den typischen Charakter seiner Seminare online herstellen kann. ?Diese Formate leben von Austausch und Diskussion, das kann ein Online-Kurs nicht leisten.“ Ob ein Livestream ein ad?quater Ersatz sein kann, müsse sich erst noch zeigen. Er hat seine Seminare gr??tenteils neu konzipiert und startet in der ersten Vorlesungswoche mit Aufgaben in den entsprechenden VC-Kursen. ?Das gibt mir noch etwas mehr Zeit, um die Online-Formate zu testen. Ich m?chte meinen Studierenden qualit?tvolle Lehrveranstaltungen bieten und will sichergehen, dass die Technik wirklich funktioniert.“

Für Prüfungen, Praxisveranstaltungen und eine Angebotserweiterung der Universit?tsbibliothek sind dem Wissenschafts- und Gesundheitsministerium ausführliche Schutzkonzepte zur Genehmigung vorzulegen.

Vor besonderen Herausforderungen stehen alle F?cher, die Praxisveranstaltungen fest im Lehrplan verankert haben. Die neue Bayerische Infektionsschutzma?nahmenverordnung erlaubt zwar grunds?tzlich ab dem 27. April die Durchführung von Veranstaltungen, die besondere Labor- oder Arbeitsr?ume an den Hochschulen erfordern – aber nur unter sehr starken Einschr?nkungen. Auch am 27. April werden deshalb Ensembleproben, Studien in Living Labs oder Kunst- und Sportunterricht noch nicht in der bislang gewohnten Form m?glich sein.

?Zun?chst sind die Bestimmungen eines ausführlichen Schutzkonzeptes einzuhalten, das derzeit unter Beteiligung der betreffenden F?cher erstellt wird und dem Wissenschafts- und Gesundheitsministerium noch zur Genehmigung vorgelegt werden muss“, erkl?rt Frithjof Grell. Hierin sind Schutzma?nahmen festgelegt, die die Lehrenden vornehmen werden, sowie die Form der praktischen Umsetzung der geltenden Abstands- und Hygienebestimmungen. Erst wenn die Genehmigung vorliegt, dürfen die Lehrenden entsprechende Veranstaltungen anbieten. Gleiches gilt für Prüfungen oder eine Angebotserweiterung der Universit?tsbibliothek.

?Dieses Semester wird ein ganz besonderes Semester werden, weil alle Universit?tsangeh?rigen andere Bedingungen vorfinden als wir sie normalerweise haben“, sagt Universit?tspr?sident Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert. ?Dennoch werden wir all unseren Studierenden die M?glichkeiten schaffen, die sie brauchen, um in diesem Semester studieren zu k?nnen. Probleme sind dazu da, um sie zu l?sen. Und genau das werden wir tun.“

汤姆叔叔-官网